Neuigkeiten in Proxmox Virtual Environment 9.1

Neuigkeiten in Proxmox Virtual Environment 9.1

Erstellung von LXC-Containern aus OCI-Images

Proxmox VE 9.1 führt die Unterstützung von OCI-Images (Open Container Initiative) ein – einem standardisierten Format für die Verteilung von Containern. Benutzer können jetzt beliebte OCI-Images direkt aus Registries herunterladen oder manuell hochladen, um sie als Vorlagen für LXC-Container zu verwenden. Je nach Art des Images können diese Container als vollwertige Systemcontainer oder als leichte Anwendungscontainer fungieren. Anwendungscontainer sind eine optimierte Lösung mit minimalem Ressourcenverbrauch, ideal zum Ausführen von Microservices. Die neue Funktionalität ermöglicht es Administratoren, standardisierte Anwendungen (z. B. bestimmte Datenbanken oder API-Dienste) schnell und problemlos aus bestehenden Container-Bau-Pipelines bereitzustellen, sowohl über die Proxmox VE GUI als auch über die Befehlszeilenschnittstelle.

TPM-Zustandsunterstützung im qcow2-Format

In dieser Version wurde die Möglichkeit hinzugefügt, den Zustand des virtuellen Trusted Platform Module (vTPM) im qcow2-Disk-Image-Format zu speichern. Dies ermöglicht die Durchführung vollständiger Snapshots von virtuellen Maschinen, selbst wenn vTPM aktiv ist, auf verschiedenen Speichertypen wie NFS/CIFS. LVM-basierte Speicher mit Snapshots, die als Volume-Ketten erstellt werden, ermöglichen jetzt die Offline-Snapshots von virtuellen Maschinen, die vTPM-Zustände enthalten. Diese Verbesserung erhöht die betriebliche Flexibilität für Workloads, die ein hohes Maß an Sicherheit erfordern, wie z. B. Windows-Installationen, die von vTPM abhängen.

Präzise Kontrolle über die verschachtelte Virtualisierung

Proxmox VE bietet jetzt eine erweiterte Kontrolle über die verschachtelte Virtualisierung in spezialisierten virtuellen Maschinen. Diese Funktion ist besonders nützlich für Workloads, die verschachtelte Hypervisoren oder Windows-Umgebungen nutzen, die Virtualization-based Security (VBS) verwenden. Das neue vCPU-Tag ermöglicht eine bequeme und präzise Aktivierung von Virtualisierungs-Erweiterungen für die verschachtelte Virtualisierung. Diese flexible Option bietet Administratoren mehr Kontrolle und stellt eine optimierte Alternative zum einfachen Teilen der vollständigen CPU des Hosts mit der Gastmaschine dar.

Verbesserte SDN-Zustandsberichterstattung

Version 9.1 enthält einen verbesserten Software-Defined Networking (SDN)-Stack, der detailliertes Monitoring und Reporting über die Weboberfläche umfasst. Die GUI bietet jetzt eine bessere Sichtbarkeit der SDN-Komponenten, indem sie alle Maschinen anzeigt, die mit lokalen Bridges oder VNets verbunden sind. EVPN-Zonen zeigen zusätzlich gelernte / gespeicherte IP- und MAC-Adressen an. Fabric-Topologien wurden in den Ressourcenbaum integriert, der Routen, Nachbarn und Schnittstellen anzeigt. Die aktualisierte grafische Benutzeroberfläche bietet auch Informationen zu wichtigen Netzwerkelementen wie IP-VRF und MAC-VRF. Die erhöhte Beobachtbarkeit vereinfacht das Diagnostizieren von Netzwerkproblemen im gesamten Cluster und das Überwachen komplexer Topologien – ohne die Notwendigkeit, die Befehlszeile zu verwenden.

Verfügbarkeit

Proxmox Virtual Environment 9.1 ist sofort nach der Veröffentlichung zum Download verfügbar. Benutzer können das vollständige Installationsumfeld als ISO-Image herunterladen, das den vollständigen Funktionsumfang enthält und eine schnelle Bereitstellung auf Bare-Metal-Servern über einen intuitiven Installationsassistenten ermöglicht.

Problemloses Upgrade von Distributionen aus älteren Versionen von Proxmox Virtual Environment ist durch die Verwendung des standardmäßigen APT-Paketverwaltungssystems möglich. Darüber hinaus kann Proxmox Virtual Environment auf einer bestehenden Debian-Installation installiert werden. Als Free/Libre and Open Source Software (FLOSS) wurde alles unter der GNU AGPLv3-Lizenz veröffentlicht.

Für Geschäftsanwender bietet die Proxmox Server Solutions GmbH professionellen Support im Rahmen eines Abonnements an. Die Preise für Abonnements beginnen bei 115 EUR pro Jahr und CPU. Das Abonnement gewährt Zugang zu einem stabilen Enterprise-Repository mit zeitnahen Updates, die über die Weboberfläche verfügbar sind, sowie Zugang zu zertifiziertem technischen Support. Es wird für Produktionsumgebungen empfohlen.

Ressourcen: